
Die Blüten des Johanniskrauts strahlen zur Zeit der Sommersonnenwende in leuchtendem Gelb, daher wird dieser Pflanze im Volksmund die Fähigkeit zugesprochen, die Kraft der Sonne symbolisch einzufangen und zu bewahren. Johanniskraut gilt als Träger von Licht, Wärme und Lebensfreude, die es beim Verräuchern oder in Heilmitteln an den Menschen weitergibt. Daher wird Johanniskraut nicht nur wegen seiner medizinischen Wirkung, sondern auch als pflanzliches Sinnbild für optimistische Energie und Schutz vor dunklen Stimmungen geschätzt.
Besonders in der Aromatherapie und beim Räuchern wird Johanniskraut verwendet, um das emotionale Gleichgewicht zu fördern und Stress abzubauen. Johanniskraut ist bekannt für seine stimmungsaufhellende Wirkung und wird häufig bei leichten bis mittelschweren depressiven Verstimmungen geräuchert. Es besitzt außerdem entzündungshemmende und beruhigende Eigenschaften, die sowohl körperlich als auch seelisch wohltuend wirken können.
Der Duft einer Johanniskraut-Räucherung ist angenehm sanft und warm, leicht krautig-harzig und besitzt eine feine, sonnige Note, die an den Geruch frisch getrockneter Wiesenkräuter erinnert und sowohl belebend als auch beruhigend wirkt. Dieser Duft schafft eine freundliche, aufhellende Atmosphäre und vermittelt das Gefühl von Leichtigkeit und Geborgenheit – ideal, um dunkle Gedanken zu vertreiben und das Gemüt zu erhellen.
In der Volksmagie und im alten Brauchtum wurde Johanniskraut nicht nur für Schutz und Licht verräuchert, sondern auch gezielt bei Wetterräucherungen eingesetzt. Besonders bei drohendem Unwetter, Gewitter oder langanhaltendem Regen glaubte man, dass das Räuchern von Johanniskraut die Atmosphäre reinigen und den Einfluss negativer Wetterkräfte vertreiben könne. Solche Wetterräucherungen hatten oft einen rituellen Charakter und wurden vor allem in ländlichen Regionen praktiziert, wenn Unwetter bevorstand oder ein besonders wetterfühliges Jahr erwartet wurde. Das Johanniskraut galt hierbei als Vermittler zwischen Mensch und Natur und sollte helfen, Harmonie in das Wettergeschehen zu bringen und Ernte wie Heim zu bewahren.
In der Gevis-Oase verwenden wir das Johanniskraut gerne zusammen mit dem wunderbaren Weihrauch Oman Sultans Quality, wenn wir im Erdmuttergarten eine Veranstaltung haben, bei der wir trockenes Wetter brauchen. Bis jetzt hatten wir immer positive Ergebnisse damit, jedoch räuchern wir für ein Wetterritual immer auch mit Demut vor Mutter Natur, denn sie weiß am Besten, ob der Regen noch etwas warten kann.
Auch während der Rauhnächte hat das Räuchern mit Johanniskraut eine lange Tradition. In diesen Nächten wird das Johanniskraut oft verräuchert, um alten Ballast loszulassen, Schutz für das kommende Jahr zu erbitten und eine lichtvolle, heitere Stimmung in Haus und Herz zu bringen. So unterstützt Johanniskraut dabei, die magische Energie der Rauhnächte bewusst zu erleben und einen positiven Neubeginn einzuleiten.
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